Asbest wurde nicht nur in offensichtlichen Bauteilen wie Dachplatten verbaut (siehe Teil 1 zu Eigenschaften und Gefahr), sondern in ganz alltäglichen Materialien, die beim Renovieren als Erstes berührt werden. Genau das macht das Thema tückisch: Die Fundstellen sehen meist völlig unauffällig aus.
Wände und Decken
- Spachtelmassen und Wandputze, auch in dünnen Ausgleichsschichten
- Spachtelmasse an Fugen von Gipskartonplatten
- Ältere Deckenverkleidungen und Akustikplatten
Boden
- Kleber unter älteren Boden- und Vinylbelägen (sogenannte Flexplatten)
- Fliesenkleber und Fugenmasse im Bad und in der Küche
Fenster und Fassade
- Fensterkitt (Glaserkitt) rund um die Scheibe bei alten Holzfenstern
- Fassadenplatten und Wellplatten (z. B. Eternit)
- Dachplatten und Dachpappen
Technik und Sonstiges
- Rohrisolierungen und Dichtungen an alten Heizungen und Öfen
- Blumenkästen und Fensterbänke
- Manche Bodenbelagsrücken und alte Fußleisten
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Asbest in Spachtelmassen
Asbest im Fensterkitt
Asbest im Deckenspachtel
- 1 Wand unter der Tapete: Spachtelmasse und Ausgleichsputz – kritisch beim Schleifen, Bohren und Abschlagen, auch beim Abreißen alter Tapeten.
- 2 Fenster: Glaserkitt zwischen Scheibe und Holzflügel – kritisch beim Ausglasen und beim Abschlagen des alten Kitts.
- 3 Decke und Wand-Decken-Kante: Spachtelmassen wurden genauso an Decken verarbeitet wie an Wänden – deshalb gibt es für das Bohren in Decken mit asbestverdächtiger Spachtelmasse ein eigenes geprüftes Verfahren.
Beispielhafte Darstellung eines typischen Altbauzimmers – die Lupen zeigen Stellen, an denen asbesthaltige Materialien vorkommen können. Fliesenkleber ist eine weitere häufige Fundstelle, die in einem Wohnzimmer nicht zu sehen ist – dazu die Nahaufnahme unten.
Asbest im Fliesenkleber
Hinter alten Fliesen sitzt der Kleber – bei Bädern aus den 1960er- bis frühen 1990er-Jahren eine der häufigsten Fundstellen. Sichtbar wird er meist erst, wenn eine Fliese abplatzt oder abgeschlagen wird. In der Lupe: eine Darstellung von Asbestfasern in starker Vergrößerung, wie man sie nur unter dem Mikroskop sieht – mit bloßem Auge oder einer echten Lupe ist am Kleber nichts zu erkennen.
Unsicher, ob eine Ihrer Fundstellen betroffen ist?
Schicken Sie uns Baujahr und ein Foto der betroffenen Stelle – wir sagen Ihnen ehrlich, worauf vor der Renovierung zu achten ist.