Leistung · Schimmelfachberatung

Wir suchen die Ursache – nicht nur den Fleck

Marvin Bedenknecht · Maler- und Lackierermeister · Fachberater für Schimmelpilzschäden (TÜV) seit 2015

Schimmel überstreichen kann jeder. Nach ein paar Monaten ist er wieder da – denn die Ursache sitzt fast nie in der Farbe, sondern in der Bauphysik: in einer kalten Wandecke, einer Wärmebrücke, einer Feuchtigkeit, die nirgendwo hin kann. Wer den Fleck wegmacht, ohne zu verstehen, warum er entstanden ist, saniert zweimal.

Deshalb habe ich mich weitergebildet. Als Maler- und Lackierermeister kenne ich die Untergründe, mit denen wir jeden Tag arbeiten. Als Fachberater für Schimmelpilzschäden (TÜV) kann ich messen, rechnen und belegen, warum der Schimmel da ist – und was ihn dauerhaft verschwinden lässt.

Wandecke großflächig von grünem und schwarzem Schimmel überwachsen.
Befall über die ganze Fläche – nicht mehr mit einem Anstrich zu lösen.
Decke und Wand über dem Fenster mit flächigem, dunklem Schimmelbefall.
Decke und Fensterlaibung: dort, wo die Wand am kältesten ist.
Schimmel im unteren Wandbereich infolge aufsteigender Feuchtigkeit.
Im Sockelbereich – anderes Schadensbild, andere Ursache.

Alle drei Aufnahmen stammen aus unserem Sanierungsprojekt in Rendsburg. Solche Schäden entstehen nicht über Nacht – und sie verschwinden nicht, solange die Ursache bleibt.

Die Qualifikation: kein Wochenendkurs

Die Zertifizierung ist keine Selbsteinschätzung und kein Werbesiegel, das man kaufen kann. Sie wird von einer unabhängigen Personenzertifizierungsstelle vergeben und setzt einen Sachkundelehrgang „Schimmelpilzschäden in Innenräumen" mit anschließender Prüfung voraus. Der Lehrgang deckt in mehreren Modulen ab:

Erst nach bestandener Prüfung wird die Zertifizierung erteilt. Ich habe die Prüfung am 13. November 2015 in Wuppertal abgelegt und arbeite seitdem als Schimmelfachberater.

Fachberater für Schimmelpilzschäden (TÜV)

Prüfung am 13.11.2015 in Wuppertal erfolgreich abgelegt. Zertifiziert durch die Personenzertifizierungsstelle PersCert TÜV (TÜV Rheinland).

Das Zertifikat ist unbefristet gültig.

Zertifikats-Nr. 2415040 · ID 25921

Welche Kompetenzen hinter dieser Qualifikation stehen, ist unter der ID 25921 in der Zertifikatsdatenbank Certipedia von TÜV Rheinland öffentlich hinterlegt – inklusive Prüfungsinhalten und Zulassungsvoraussetzungen. Sie müssen mir also nicht glauben, was diese Zertifizierung wert ist. Sie können es nachlesen.

Wie es wirklich abläuft

Hier ein ehrliches Wort, bevor Sie anrufen: Ein Schimmelfachberater kommt nicht zum Termin und hat die Lösung dabei. Das wäre auch unseriös. Wer nach fünf Minuten im Raum sagt, woran es liegt, rät – und Raten ist bei Schimmel teuer, weil das Problem wiederkommt.

Die meisten Menschen rufen uns, wenn der Fleck zum dritten Mal da ist. Überstrichen, weg, wieder da. Genau dann fängt unsere Arbeit an: Wir wissen die Ursache nämlich anfangs auch nicht. Wir wissen nur, wie man sie findet. Und das ist ein Weg in Stufen – jede baut auf der vorherigen auf, und nach jeder entscheiden Sie, ob es weitergeht.

Feuchtemessung an einer zurückgebauten Wand mit Messgerät, im Hintergrund ein Bautrockner.
Messen statt vermuten: Feuchtemessung auf einer Sanierungsbaustelle in Rendsburg.
  1. Das Problem kehrt wieder Der Ausgangspunkt: Irgendwo im Haus kommt der Schimmel immer zurück. Sie haben ihn behandelt, vielleicht mehrfach. Die Ursache kennt niemand.
  2. Erster Ortstermin – schauen, noch nicht lösen Ich komme vorbei, sehe mir die betroffenen Stellen an und schätze ein, worum es sich handeln könnte und was zu untersuchen wäre. Am Ende dieses Termins steht keine fertige Lösung – sondern ein klares Bild davon, was nötig ist, um eine zu finden.
  3. Angebot für die Untersuchung Sie bekommen ein Angebot für die eigentliche Ursachensuche. Die Untersuchung ist eine Leistung für sich – mit Messtechnik, Berechnung und Auswertung. Sie entscheiden in Ruhe, ob Sie sie beauftragen.
  4. Die Untersuchung – messen statt vermuten Ich messe Raumtemperatur, Oberflächentemperatur am betroffenen Bauteil und relative Luftfeuchtigkeit, dokumentiere alles fotografisch und nehme den Wandaufbau auf. Über das hx-Diagramm werte ich die Werte aus und berechne den aw-Wert und den fRSi-Wert. Erst jetzt lässt sich sagen, warum der Schimmel wächst.
  5. Gutachten und Sanierungskonzept Sie erhalten die Ergebnisse schriftlich: was gemessen wurde, was die Zahlen bedeuten, wo die Ursache liegt – und ein konkretes Konzept, welche Maßnahmen sie beheben. Dazu die Beratung zum richtigen Lüften und Heizen, mit Informationsbroschüre zum Nachlesen.
  6. Die Sanierung – und der Nachweis Wenn Sie wollen, setzen wir das Konzept auch um. Bei größeren Sanierungen prüfen wir am Ende mit einer Freimessung, ob der Sporengehalt der Raumluft wieder im Normbereich liegt. Der Erfolg wird gemessen, nicht behauptet.
Warum diese Trennung? Weil Untersuchung und Sanierung zwei verschiedene Dinge sind. Wer beides in einem Aufwasch verkauft, hat ein Interesse daran, dass am Ende eine teure Sanierung herauskommt. Bei uns steht zuerst die Frage: Was ist wirklich los? Manchmal lautet die Antwort, dass keine Dämmung nötig ist, sondern eine Lüftungsanlage. Manchmal reicht eine Dämmplatte an der Fensterlaibung. Das wissen wir vorher nicht – und Sie sollen es schwarz auf weiß bekommen, bevor Sie Geld für Handwerksleistungen ausgeben.

Die zwei Zahlen, auf die es ankommt

Der aw-Wert

Er beschreibt, wie viel Wasser an der Oberfläche für Schimmelpilze verfügbar ist. Liegt er unter 0,8, ist mit größerem Schimmelwachstum nicht zu rechnen.

Der fRSi-Wert

Der dimensionslose Temperaturfaktor bewertet, wie kalt ein Bauteil im Verhältnis zum Raum ist. Liegt er unter 0,7, ist mit Schimmelpilzbildung zu rechnen.

Ein Beispiel aus der Praxis: In einem Schlafzimmer in Itzehoe maß ich 19 °C Raumtemperatur, aber nur 16 °C an der Fensterlaibung – bei 69 % Luftfeuchtigkeit. Der fRSi-Wert lag damit bei genau 0,70, also an der Grenze. Die Rechnung zeigte: Schon 2 °C mehr an der Laibung heben den Wert auf 0,90 und bringen die Wand aus der Gefahrenzone. Statt eines neuen Anstrichs bekam der Kunde eine sorptive Dämmplatte – und das Problem war an der Wurzel gelöst.

„Erst rechnen, dann streichen. Alles andere ist Kosmetik."

Warum das für Sie ein Unterschied ist

Viele Betriebe bieten Schimmelbeseitigung an. Der Unterschied liegt darin, ob jemand nur die Oberfläche behandelt oder ob er die Bauphysik dahinter versteht. Ich bin beides: der Handwerker, der die Sanierung selbst ausführt, und der zertifizierte Fachberater, der vorher die Ursache findet. Das heißt für Sie: eine Ansprechperson, ein durchgängiges Konzept, keine Schnittstelle, an der Wissen verloren geht.

Wichtig zu wissen: Ein Schimmelbefall ist nicht nur ein Schönheitsfehler. Er kann Ihre Gesundheit belasten und – bei Miet- oder Kaufobjekten – rechtlich relevant werden. Ein sauber dokumentiertes Gutachten hilft Ihnen auch gegenüber Versicherung, Vermieter oder Käufer.

Wenn es größer wird

Nicht jeder Fall ist eine Fensterlaibung. Im Wohnungsbau in Rendsburg haben wir mehrere stark verschimmelte Wohnungen betreut – kernsaniert, trockengelegt und dauerhaft in Ordnung gebracht.

Die ganze Geschichte lesen: Schimmelsanierung in Rendsburg →

Partner statt nur Kunde

Ihr Zuhause soll gesund sein

Niemand ruft gern einen Schimmelfachberater. Wenn Sie es tun, dann weil Sie sich Sorgen machen – um Ihre Wände, oft auch um Ihre Gesundheit. Wir nehmen das ernst, sagen Ihnen ehrlich, was Sache ist, und bringen Ihre Räume wieder in Ordnung. Denn bei uns gilt: Partner helfen sich gegenseitig.

Schimmel im Haus? Lassen Sie ihn ansehen.

Ein Ortstermin bringt Klarheit – mit Messung, Berechnung und ehrlicher Einschätzung. Zertifizierte Schimmelfachberatung vom Meisterbetrieb aus Itzehoe, für die ganze Region.